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Details zu "Hausübergabestationen im Teilnetz"

Informationen zum Dialog Hausübergabestationen im Teilnetz in der Rohrnetzberechnung Quartiersnetze.

In diesem Dialog legen Sie die Hausübergabestationen an, die durch das Teilnetzende bei der Berechnung berücksichtigt werden. So können Sie bspw. zukünftige Netzausbauten mit in die Berechnung einfließen lassen. Anschließend werden die resultierenden Leistungsausgaben ermittelt und in die Bauteildaten des Teilnetzendes übernommen.

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Dialog "Hausübergabestationen im Teilnetz" der LINEAR Solutions für Autodesk AutoCAD

Klicken Sie in die Tabelle, um die Zeile für den ersten Eintrag anzulegen und tragen Sie die einzelnen Werte für die Hausübergabestation ein. Anschließend können Sie alternativ zum Klick in eine leere Zeile der Tabelle auch die F5-Taste verwenden, um eine weitere Zeile hinzuzufügen. Mit der F6- oder Entf-Taste können Sie markierte Zeilen aus der Tabelle entfernen.

Spalte Beschreibung
Anz.

Legt die Anzahl der Hausübergabestationen fest, die für den Eintrag berücksichtigt werden.

Name Legt die Bezeichnung Hausübergabestationen-Eintrags fest.
Temperatur RL, TW Legt die Rücklauftemperatur des Trinkwassers fest.
Wirkungsgrad Legt den Wirkungsgrad fest, der sich auf die Wärmeleistung und den Massenstrom der Primärseite auswirkt. Der Wirkungsgrad hängt von der thermischen Effizienz der Übergabestation, von der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und von der Qualität der Regelung ab.
Leistung HZ Legt die benötigte Wärmeleistung für die Heizung auf der Sekundärseite fest.
Leistung TW Legt die benötigte Leistung für die Trinkwassererwärmung auf der Sekundärseite fest.
Temperatur TWW Legt die erforderliche Temperatur für die Aufbereitung des Trinkwarmwassers fest.
Volumenstrom TWW Legt den erforderlichen Volumenstrom für die Bereitung des Trinkwarmwassers fest bzw. zeigt diesen entsprechend der eingegebenen Werte an.
Leistung Prim. Legt die auf der Primärseite erforderliche Wärmeleistung fest bzw. zeigt diese entsprechend der eingegebenen Werte an.
Massenstrom Prim. Legt den erforderlichen Massenstrom auf der Primärseite fest bzw. zeigt diesen entsprechend der eingegebenen Werte an.
Gleichzeitigkeit

Gleichzeitigkeit

Dropdown-Liste zur Festlegung des Gleichzeitigkeitsverfahrens der Sekundärseite. Die Gleichzeitigkeit legt fest, wie viele Verbraucher auf der Sekundärseite zur selben Zeit Wärme beziehen und somit zu welchem Anteil die benötigte Leistung der Hausübergabestation im Netz berücksichtigt wird. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:

  • 100 %: Es werden alle Verbraucher gleichzeitig mit voller Leistung berücksichtigt. Dieses Verfahren dient in der Regel als Worst-Case-Ansatz oder für Testszenarien ohne Reduktion durch Gleichzeitigkeit.
  • DS 439: Dänischer Standard für typische Lastprofile der Sekundärseiten in Quartiersnetzen. Aufgrund der Berücksichtigung von realistischen Nutzungsverteilungen eignet sich die DS 439 für praxisnahe Netzsimulationen.
  • VDI 2072: Die VDI 2072 sollte für Sekundärseiten verwendet werden, in denen zentral erwärmtes Trinkwasser über Frischwasserstationen oder zentrale Systeme bereitgestellt wird. Bei dieser Richtlinie werden die gleichzeitigen Zapfleistungen realistisch ermittelt, die die Grundlage für die Speicher-, Übergabe- und Netzdimensionierung bilden. Durch die Kombination von Nutzungsprofilen und Erfahrungswerten liefert dieses Verfahren deutlich praxisnähere Ergebnisse als bspw. der einfache pauschale Winteransatz.

    Typische Einsatzbereiche sind Netze, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig aber nicht dauerhaft Warmwasser beziehen, beispielsweise Mehrfamilienhäuser mit Frischwasserstationen und Quartiere mit zentraler Wärmeversorgung und dezentralen Frischwasserstationen wie Hotels, Wohnanlagen oder öffentliche Gebäude.

  • Winter: Bei diesem Verfahren wird für die Sekundärseite ein erhöhter gleichzeitiger Bedarf in der Heizperiode vereinfacht angenommen. Das Verfahren eignet sich aufgrund der erhöhten Gleichzeitigkeit durch Addition von Heiz- und Trinkwasserbedarfen, um konservative Lastspitzen im Winterbetrieb abzubilden. Es ist zu beachten, dass im Regelfall bei der Addition nicht die komplette Trinkwasser- und Heizlast gleichzeitig auftreten. Die Verwendung dieses Verfahrens führt somit zu sehr hohen Massenströmen und großen Rohrdimensionen.
Vorrangschaltung

Die Option Vorrangschaltung ist nur verfügbar, wenn die Leistungsdaten über die Sekundärseite berechnet werden und für die Gleichzeitigkeit die Einstellung VDI 2072 gewählt ist.

Aktiviert: Bei Bedarf wird die Wärmeleistung für die Heizung reduziert oder abgeschaltet, um genügend Leistung für die Trinkwassererwärmung sicherzustellen.