Details zu Bauteildaten für Hausübergabestationen
Informationen zum Bauteildatendialog für Hausübergabestationen in der Rohrnetzberechnung Quartiersnetze.
In diesem Dialog legen Sie auf der ersten Registerkarte die Einstellungen der Bauteildaten für Hausübergabestationen in der Rohrnetzberechnung Quartiersnetze fest. Auf der zweiten Registerkarte legen Sie die Priorisierung für die Artikelsets der Hausübergabestation fest.
Sie befinden sich hier
Bezeichnung
In diesem Feld können Sie eine individuelle Bezeichnung für das Bauteil eingeben. Ein Klick auf
stellt die ursprüngliche Bezeichnung wieder her und überschreibt die vorherige Eingabe.
Registerkarte Einstellungen
Auslegungstemperatur
In diesem Bereich legen Sie die erforderlichen Temperaturen für die Hausübergabestation fest.
Vorlauf: Legt die benötigte Vorlauftemperatur für die Hausübergabestation fest.
Rücklauf: Legt die benötigte Rücklauftemperatur für die Hausübergabestation fest.
Rücklauf TW: Legt die Rücklauftemperatur des Trinkwassers fest.
Leistungsausgaben
In diesem Bereich legen Sie entweder die Leistungsdaten der Hausübergabestation auf der Primärseite fest oder Sie lassen die Daten über die Angabe der Anforderungen auf der Sekundärseite berechnen.
Wirkungsgrad: Legt den Wirkungsgrad der Hausübergabestation fest, der sich auf die Wärmeleistung und den Massenstrom der Primärseite auswirkt. Der Wirkungsgrad hängt von der thermischen Effizienz der Übergabestation, von der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und von der Qualität der Regelung ab.
Sekundärseite - Heizung
Wärmeleistung: Legt die benötigte Wärmeleistung für die Heizung auf der Sekundärseite fest.
Sekundärseite - Trinkwassererwärmung
Trinkwasserleistung: Legt die benötigte Leistung für die Trinkwassererwärmung auf der Sekundärseite fest.
Temperatur TWW: Legt die erforderliche Temperatur für die Aufbereitung des Trinkwarmwassers fest.
Volumenstrom TWW: Legt den erforderlichen Volumenstrom für die Bereitung des Trinkwarmwassers fest, bzw. zeigt diesen entsprechend der eingegebenen Werte an.
Primärseite
Wärmeleistung: Legt die auf der Primärseite erforderliche Wärmeleistung fest, bzw. zeigt diese entsprechend der eingegebenen Werte an.
Massenstrom: Legt den erforderlichen Massenstrom auf der Primärseite fest, bzw. zeigt diesen entsprechend der eingegebenen Werte an.
Druckverlustangaben
Druckverlust: Legt den Druckverlust des Vor- und Rücklaufs auf der Sekundärseite fest.
Regelventil enthalten
Aktiviert: Durch das Regelventil der Hausübergabestation wird der Druckverlust zwischen der Primär- und Sekundärseite abgeglichen. Der resultierende Wert wird nach der Berechnung im Feld Druckverlust Abgl. angezeigt.
Gleichzeitigkeit
Dropdown-Liste zur Festlegung des Gleichzeitigkeitsverfahrens der Sekundärseite. Die Gleichzeitigkeit legt fest, wie viele Verbraucher auf der Sekundärseite zur selben Zeit Wärme beziehen und somit zu welchem Anteil die benötigte Leistung der Hausübergabestation im Netz berücksichtigt wird. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
- 100 %: Es werden alle Verbraucher gleichzeitig mit voller Leistung berücksichtigt. Dieses Verfahren dient in der Regel als Worst-Case-Ansatz oder für Testszenarien ohne Reduktion durch Gleichzeitigkeit.
- DS 439: Dänischer Standard für typische Lastprofile der Sekundärseiten in Quartiersnetzen. Aufgrund der Berücksichtigung von realistischen Nutzungsverteilungen eignet sich die DS 439 für praxisnahe Netzsimulationen.
- VDI 2072: Die VDI 2072 sollte für Sekundärseiten verwendet werden, in denen zentral erwärmtes Trinkwasser über Frischwasserstationen oder zentrale Systeme bereitgestellt wird. Bei dieser Richtlinie werden die gleichzeitigen Zapfleistungen realistisch ermittelt, die die Grundlage für die Speicher-, Übergabe- und Netzdimensionierung bilden. Durch die Kombination von Nutzungsprofilen und Erfahrungswerten liefert dieses Verfahren deutlich praxisnähere Ergebnisse als bspw. der einfache pauschale Winteransatz.
Typische Einsatzbereiche sind Netze, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig aber nicht dauerhaft Warmwasser beziehen, beispielsweise Mehrfamilienhäuser mit Frischwasserstationen und Quartiere mit zentraler Wärmeversorgung und dezentralen Frischwasserstationen wie Hotels, Wohnanlagen oder öffentliche Gebäude.
- Winter: Bei diesem Verfahren wird für die Sekundärseite ein erhöhter gleichzeitiger Bedarf in der Heizperiode vereinfacht angenommen. Das Verfahren eignet sich aufgrund der erhöhten Gleichzeitigkeit durch Addition von Heiz- und Trinkwasserbedarfen, um konservative Lastspitzen im Winterbetrieb abzubilden. Es ist zu beachten, dass im Regelfall bei der Addition nicht die komplette Trinkwasser- und Heizlast gleichzeitig auftreten. Die Verwendung dieses Verfahrens führt somit zu sehr hohen Massenströmen und großen Rohrdimensionen.
Vorrangschaltung
Die Option Vorrangschaltung ist nur verfügbar, wenn die Leistungsdaten über die Sekundärseite berechnet werden und für die Gleichzeitigkeit die Einstellung VDI 2072 gewählt ist.
Aktiviert: Bei Bedarf wird die Wärmeleistung für die Heizung reduziert oder abgeschaltet, um genügend Leistung für die Trinkwassererwärmung sicherzustellen.
Registerkarte Material
Auf dieser Registerkarte legen Sie die lokale Priorisierung für die Artikelsets des Bauteils fest. Festgelegte globale Einstellungen in den entsprechenden Prioritäten (…)-Dialogen für Gebäudeanschlüsse der Spalte Artikelsets des Dialogs Rohre und Artikelsets werden dabei für dieses Bauteil ggf. überschrieben.
Anbindesituation: Legt fest, wie die Leitungen in das Gebäude geführt werden und steuert die unter Option 1 zur Verfügung stehenden Auswahlmöglichkeiten.
Option 1, Option 2, Option 3: Dropdown-Listen zur Festlegung der in der Tabelle angebotenen Artikelsets. Durch die Auswahl in den Listen legen Sie jeweils die zur Verfügung stehenden Einträge der untergeordneten Liste fest.
Zusätzliche Anbindeleitung: Legt die Länge der zusätzlichen Anbindeleitungen fest, die ergänzend zu den gezeichneten Leitungen für den Anschluss der Hausübergabestationen nötig sind. Die zusätzlichen Leitungen werden in der Stückliste berücksichtigt.
Artikelsets: Tabelle zur Priorisierung der einzelnen Artikelsets. Markieren Sie eine Zeile und nutzen Sie anschließend die Buttons
und
, um die Reihenfolge für die Priorisierung der Artikelsets anzupassen.
Zurücksetzen: Setzt die Reihenfolge auf die im entsprechenden Prioritäten (…)-Dialog für Gebäudeanschlüsse festgelegte Reihenfolge zurück, die über den Dialog Rohre und Artikelsets definiert wird.