Zum Inhalt springen
Hero_Elektroflug.jpg

liNear sponsort den CO2-neutralen Weltrekordflug von den Alpen an die Nordsee

Das Thema Klimawandel ist allgegenwärtig, sodass wir als liNear uns gerne an Projekten beteiligen, die die Klimaneutralität in den Vordergrund stellen. Aus diesem Grund war es für uns auch eine leichte Entscheidung den Elektroflug-Weltrekord als Hauptsponsor zu unterstützen, bei dem ein elektrisches Leichtflugzeug von den Alpen bis zur Nordsee fliegt und gleich 7 Weltrekorde aufzustellen versucht. Wir laden Sie ein, uns auf dieser Reise zu begleiten. Planmäßiger Start ist am 30. August 2020 und die Landung ist zwei Tage später am 02. September in Norderney geplant. 


Luftfahrt-Pioniere im Elektroflugzeug wagen Deutschlandquerung

Der Passagierflug mit batterie-elektrischem Kleinflugzeug ist für die meisten reine Zukunftsmusik. Um zu beweisen, dass sie schon heute Realität ist, machen sich fünf tollkühne Elektro-Enthusiasten am 30. August 2020 mit dem ersten zertifizierten elektrischen Leichtflugzeug auf den Weg. Ganz nebenbei purzeln dabei sieben Weltrekorde aus der Welt der Verbrennerflugzeuge: So braucht ihr Flugzeug für die Strecke weniger als ein Viertel der Energie wie herkömmliche Flieger.

Obwohl der Anteil der Luftfahrt am Treibhauseffekt heute bereits bei fünf Prozent liegt und gerade Emissionen in großer Höhe als besonders klimaschädlich gelten, beschränkt sich elektrisches Fliegen im Gegensatz zum Straßenverkehr eher auf Drohnen im Hobby-Einsatz. Dies liegt daran, dass bis vor kurzem kein Flugzeug-Hersteller den aufwändigen EASA-Zertifizierungsprozess hinter sich gebracht hat, um ein elektrisches Leichtflugzeug zur Marktreife zu entwickeln. Somit waren bisher schlicht keine Batterie-Flieger am Markt erhältlich.

Im Juni konnte nun der slowenische Hersteller „Pipistrel“ als erster sein neuartiges Modell „Velis Electro“ erfolgreich zertifizieren lassen. Die Zertifizierung ist der entscheidende Schritt aus dem Protoypen- und Experimental-Stadium hin zur kommerziellen Nutzung durch Flugschulen und SportfliegerInnen. Um das neue Flugzeug auf Herz und Nieren zu prüfen, hat sich ein Team von Elektromobilisten für ein außergewöhnliches Langstrecken-Experiment zusammengeschlossen.

Die Gruppe könnte ungewöhnlicher nicht zusammengewürfelt sein und wurde durch den Zukunftsforscher Morell Westermann zusammengebracht: Der Schweizer Pilot Marco Buholzer leitet die einzige Elektroflugschule der Welt, während der kreative Ideengeber Tobi Pape als Bierbrauer auf Norderney schafft. Mit Tom Albrecht als Video- und Musikproduzent und Malik Aziz als Mitglied des größten deutschsprachigen Elektromobilitäts-Podcasts „CleanElectric“ sind erfahrene Medien- und Kommunikationsprofis mit an Bord. Alle fünf fahren am Boden bereits jetzt elektrisch und haben den Verein „Freunde der Elektromobilität“ gegründet.

„Die meisten Kleinflugzeuge fliegen für die Ausbildung oder zum Sightseeing häufig Strecken, die kürzer sind als 200 Kilometer. Das kann man schon heute problemlos elektrisch machen“, findet Morell Westermann, Co-Pilot und Sprecher des Vereins.

Alle Vorteile der Elektroautos kommen schließlich auch in der Fliegerei zum Tragen. Der extrem leise und zugkräftige Antrieb ermöglicht hohe Steigleistungen und schont dabei die Ohren der Anwohner: Ein Elektroflieger ist ab etwa 150 Metern Entfernung quasi unhörbar. Im Gegenzug müssen die Pioniere aber auch alle Herausforderungen der Elektromobilität bewältigen: Die geringere Energiedichte im Zusammenspiel mit dem Gewicht der Akkus führt zu realistischen Reichweiten um die 100 km, die bisher nicht existente Ladeinfrastruktur macht den Weltrekordflug zu einer echten logistischen Herausforderung.

Daher wird die Strecke in mehreren Abschnitten abgeflogen, zwischen denen die Flugakkus wieder geladen werden müssen, natürlich nahe eines Rollfeldes. Im ersten Schritt musste das Team daher kleine Sportflugplätze entlang der Strecke finden, die überhaupt über den notwendigen Drehstromanschluss mit bestenfalls 32 Ampère (22 kW) verfügen. Damit können ca. 100 km Reichweite pro Stunde in die Akkus geladen werden. Da noch kein einziger Flughafen über ein entsprechendes Ladegerät verfügt, müssen diese dem Flugzeug während des Weltrekordflugs von der Bodencrew in einem Hase- und Igel-Spiel vorausgefahren werden. Die passenden Fahrzeuge stellt die Firma Tesla zur Verfügung.

An den Landeplätzen entlang der Strecke organisieren bereits viele Elektro-Fans kleine Volksfeste. Die Fachpresse ist zum Erfahrungsaustausch eingeladen, mehrere Fernsehsender haben sich bereits mit Kamerateams angekündigt.

Der Weltrekordflug startet am 30. August in der Schweiz vom Flugplatz Schänis, führt über Zürich, Mainz und Münster und wird am 1. September am Flugplatz Norderney begeistert erwartet.
Die genaue Route ist hier einsehbar.

„Wir wollen zeigen, dass auch der Passagierflug ohne Verbrennungsmotor möglich ist. Auch wenn wir nicht die gesamte Strecke am Stück schaffen, CO₂-neutrales Fliegen ist heute schon machbar!“, sagt Morell Westermann. 

Die sieben Weltrekord-Versuche auf einen Blick

•    Geringster Energieverbrauch (kWh/100 km) über 700 km
•    Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit über 700 km (km/h)
•    Höchste je mit einem Elektroflugzeug erreichte Flughöhe (meter above main sea level)
•    Schnellste Steigleistung von 0 - 1000 m / 1000 - 2000 m / 2000 - 3000 m (m/s)
•    Schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit über 100 km (km/h)
•    Geringste Anzahl Zwischenstopps auf 700 km Distanz (Anzahl Stops)
•    Längste elektrisch geflogene Strecke in 24 / 48 / 56 Std. (km)