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liNear Referenzprojekte

Referenzprojekt BIM-Workflow
Brendel Ingenieure GmbH

BIM-Workflow Brendel Ingenieure GmbH

Seit über 50 Jahren ist Brendel Ingenieure GmbH (Frankfurt am Main) in ganz Deutschland und besonders im Raum Frankfurt am Main eine namhafte Adresse für Planungen der Technischen Gebäudeausrüstung. Insbesondere in Großprojekten oder hochkomplexen Projekten wie Rechenzentren, Krankenhäusern oder Verwaltungsgebäuden ist Brendel Ingenieure vielen Bauherren ein Begriff.

Im Planungsprozess der TGA-Gewerke Heizung, Kälte, Raumlufttechnik, Sanitär und Elektro setzt Brendel Ingenieure GmbH seit Längerem auf die liNear Softwarelösungen und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Eines der aktuellen Großprojekte der Brendel Ingenieure GmbH ist ein Vollversorgerkrankenhaus mit ca. 70.000 m² Brutto-Grundfläche und mehr als 3.000 Räumen. Ein solches Projekt ist in Bezug auf Größe und Komplexität eine besondere Herausforderung. Jedoch bietet es mindestens genauso viele Chancen zur Weiterentwicklung des Planungsprozesses und des Workflows im Büro. Um das genannte Projekt kosten- und zeiteffizient abwickeln zu können, haben sich die Planungsbeteiligten auf eine Umsetzung nach dem Building Information Modeling (BIM) verständigt.

Was ist BIM?

Zuerst einmal gilt: BIM ist ein Prozess und keine Softwarelösung! Dieser Prozess jedoch wird durch Zuhilfenahme von Softwarelösungen erst realisierbar. Ein Hauptaugenmerk bei BIM liegt auf einem zeitnahen und konsistenten Austausch von Daten zwischen den verschiedenen eingesetzten Softwarelösungen. Ein erfolgreicher Datenaustausch gemäß BIM bietet ein enormes Optimierungspotential in Bezug auf Projektablauf und -dauer. Weiterhin bietet ein Datenaustausch nach BIM die Möglichkeit, softwareplattformunabhängig Daten mit einer 100-prozentigen Datenkonsistenz auszutauschen. Dadurch wird ein seit Langem existierendes Problem der Gebäudeplanung behoben, welches sich positiv auf die Fehlerquote auswirkt. Dieser Datenaustausch war bisher allerdings keine Selbstverständlichkeit sondern ein Problem. Gemäß BIM sollen alle Projektdaten geschlossen in einer objektorientierten Datenbank gespeichert werden. Von dort aus können die benötigten Daten für die jeweiligen Softwaretools mit Hilfe des Industry Foundation Classes (IFC) Formats ausgegeben werden. Eine Mehrfacheingabe von Daten wird damit effektiv vermieden. Dank dieser Herangehensweise werden sowohl Zeiteinsparungen realisiert als auch die Fehlerhäufigkeit durch z. B. Eingabefehler gesenkt.

Im Rahmen des zuvor genannten Großprojektes wurde ganz im Sinne von BIM auf eine zentrale Datenhaltung in einer objektorientierten Datenbank und einen Datenaustausch mittels IFC gesetzt. Dafür mussten die Möglichkeiten der IFC-Schnittstelle (projekt-) 25 spezifisch erweitert werden, sodass ein Austausch von z. B. inneren Wärmelasten und resultierenden Kühllasten über IFC-Dateien möglich wurde. Diese Erweiterung war nötig, da eine detaillierte dynamische Heiz- und Kühllastberechnung aller Räume (>3000 Zonen), sowie eine Komponenten-Auslegung und Konstruktion der Anlagen mit unterschiedlicher Software (Autodesk und liNear; Equa, IDA ICE; Nemetschek) umgesetzt wurde.

Als eine der großen Herausforderungen in dem zuvor genannten Projekt (mit Bezug auf BIM) stand die Übernahme der berechneten Heiz- und Kühllasten sowie der Gebäudestruktur in den liNear Desktop AddOn Building Manager (Gebäudemanager) an. Da dies bisher nicht automatisiert möglich und händisch nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit umsetzbar war, wandte sich die Brendel Ingenieure GmbH mit dieser Problemstellung an liNear. Nach einigen Gesprächen zwischen der Brendel Ingenieure GmbH und der liNear GmbH einigte man sich auf die Umsetzung einer automatisierten Übernahme der Daten (Abb. 1).

Diese Übernahme erfolgt direkt über den IFC-Import, welcher im AutoCAD zur Verfügung steht. Durch die Nutzung dieser Schnittstelle war es möglich, die Raumkonturen, die Gebäudestruktur sowie die zusätzlich vergebenen Attribute (u. a. dynamisch berechnete Heiz- und Kühllast) in kürzester Zeit in den Gebäudemanager zu übernehmen (Abb. 2, Abb. 3, Abb. 4).

Im Ergebnis wurden mehr als 3.000 Räume in den Gebäudemanager übernommen, wie auch mehr als 1.400 Heizkörper und das dazugehörige Rohrnetz ausgelegt, isometrisch gezeichnet und berechnet. Diese Leistung wurde in ca. 60% der üblichen Zeit von nur einem Mitarbeiter erbracht (Abb. 5, Abb. 6, Abb. 7).

Fazit

Dieser Bericht und die genannten Zahlen sollen im Wesentlichen zwei Punkte unterstreichen:

  • Ein Projekt nach BIM durchzuführen spart Zeit und Kosten, ermöglicht einen softwareübergreifenden Datenaustausch und reduziert die Fehler quote
  • liNear verfolgt konsequent seinen Weg hin zu einer „openBIM“ Softwarelösung. Es bedarf einzig noch einem IFC Export, welcher jedoch von liNear bereits auf der ISH 2015 vorgestellt wurde.

David Tocü (Brendel Ingenieure GmbH)