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Kollaboratives Arbeiten in BIM-Prozessen

Mit der fortschreitenden Digitalisierung im Bauwesen ergeben sich für alle Planungsbeteiligten neue Arten und Medien der Kommunikation. Gebäudemodelle und damit verbundene Dokumente können beinahe in Echtzeit ausgetauscht und mit Informationen angereichert werden, was eine deutlich agilere Form der Projekt­abwicklung erlaubt und eine Koordination halbfertiger Planstände nicht nur ermöglicht, sondern auch einfordert.

Im Extremfall kann ein zu hoher Grad der Zusammenarbeit jedoch kontraproduktiv sein, da die beteiligten Planer in sehr kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten müssen. Das gilt insbesondere, wenn unterschiedliche Disziplinen synchron zusammenzuarbeiten, da hier zusätzlich die Gefahr besteht, dass man sich auf ständig ändernde Randbedingungen einstellen muss und sich im Nachführen des eigenen Teilmodells verliert, statt die eigene Planungsleistung im Fokus zu behalten. Ein Weg, dieser Komplexität zu begegnen, sind geordnete Prozessstrukturen mit festgelegten Datenübergabepunkten und Koordinationsschritten für einzelne Teilmodelle sowie das Gesamtprojekt. In Bezug auf die Trennung in Teilmodelle hat es sich etabliert, die Bauwerksmodelle von den gebäudetechnischen Modellierungen zu separieren und die referenzierte Architektur und Tragwerksplanung im Abstand von Tagen statt im Stunden- oder gar Minutentakt zwischen den Teams zu synchronisieren.

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Beispielhafter Ablauf
Beispielhafter Ablauf eines integralen Planungsvorhabens auf der Zeitachse. Gefüllte Punkte entsprechen hierbei Datenübergabepunkten zwischen den Teams, ungefüllte Punkte hingegen dem Austausch von Planungsständen im Team.