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liNear V17: Neues aus allen Rohren

Die Produktfamilien Analyse (Netzberechnungen) und Building (Nachweise und Auslegungen) haben in der V17 nochmals deutlich an Leistung hinzugewonnen. In den Netzberechnungen Heizung und Trinkwasser lassen sich nun auch Wohnungs- und dezentrale Frischwasserstationen berechnen.

Wohnungs- und dezentrale Frischwasserstationen

Wohnungs- und dezentrale Frischwasserstationen können sowohl in der Heizungsrohrnetzberechnung als auch in der Trinkwasserrohrnetzberechnung berücksichtigt und für die Dimensionierung der Rohrleitung korrekt zugrunde gelegt werden. Sowohl im Schemagenerator (herstellerabhängig) als auch in den Symbolbibliotheken stehen entsprechende Symbole für die Stationen (neutral) zur Verfügung. Als erster Hersteller hat Danfoss seine Produkte erfassen lassen. Im Laufe des Jahres folgen die Datensätze von KaMo-Systemtechnik und der strawa Wärmetechnik GmbH. Diese stehen allen Anwendern für die korrekte Produktauslegung zur Verfügung und werden mit benötigtem Zubehör in den Stücklisten ausgewiesen. Durch den Einsatz einer Wohnungs- bzw. dezentralen Frischwasserstation ist in der Trinkwasserrohrnetzberechnung nun auch eine Zirkulation ohne zusätzliche Z-Pumpe möglich und berechenbar. Bei der Auslegung von den Stationen ist die Bemessung des Pufferspeichers erforderlich. Deshalb ist nun eine Pufferspeicher-Dimensionierung in die Rohrnetzberechnung integriert worden. Es stehen sieben verschiedenen Gleichzeitigkeitsverfahren (u.a. Gleichzeitigkeitsverfahren nach Messungen der TU Dresden) zur Auswahl. Weitere benutzerdefinierte Gleichzeitigkeiten können bestimmt werden.

Auslegung von Einrohrheizungen

Im Modul Building Heating ist es jetzt auch möglich Einrohrheizungen auszulegen und automatisch ins Modell einzuzeichnen. Die Bedienung ist dabei analog zur klassischen Heizkörperauslegung. In der Voreinstellung beträgt der Anteil des Heizwasserstroms über den Heizkörper 35%. Dieser globale Richtwert für die Massenstromaufteilung kann in der Heizkörpervorauswahl angepasst werden. Weiterhin kann er sogar individuell an jedem Einrohrstrang verändert werden. Es handelt sich um einen Richtwert für die Auslegung, da die Heizkörper nicht in beliebig feinen Leistungs-Abstufungen erhältlich sind. Einrohranschlussverschraubungen sind Bestandteil des VDI3805-2 Datensatzes. Einrohrsysteme können sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Verteilung ausgelegt und in liNear Analyse Heating berechnet werden. Dabei kann die Berechnung sowohl im Schema als auch in 3D durchgeführt werden.

Erweiterung der Schnittstelle VDI 3805 Blatt 2 und jetzt neu Blatt 17

Die Schnittstelle VDI 3805 Blatt 2 wurde um die Einrohr-Anschlussverschraubung für Ventil-Heizkörper erweitert. Außerdem stehen jetzt (neben den normalen Differenzdruckreglern und Durchflussbegrenzern) auch Differenzdruckregler mit Durchflussbegrenzung und Thermostatventile mit Differenzdruckregler/Durchflussregler zur Verfügung. Damit stehen alle praxisrelevanten Armaturentypen zur Verfügung:

              Ventilgehäuse für Thermostatventil

              Voreinstellbare und nicht voreinstellbare Verschraubungen (z.B. Rücklaufverschraubung)

              Einrohr-Anschlussverschraubung für Ventil-Heizkörper

              Manuelles Strangregulierventil

              Differenzdruckregler

              Durchflussregler

              Differenzdruckregler mit Durchflussregler

              Differenzdruckregler und Durchflussbegrenzer

              Festwiderstand (z.B. Absperrarmatur, Schmutzfänger, usw.)

              Thermostatventil mit Differenzdruckregelung/Durchflussbegrenzung

              Zweiwege- und Dreiwege-Regelarmatur für hydraulische Schaltungen

Durch die direkte Implementierung der Trinkwasserarmaturen nach VDI 3805 Blatt 17 wird das bisherigen Ventildatensatzformat (*lvd2) abgelöst. Bei Projekten, die mit liNear V16 oder früher geplant wurden, erfolgt in V17 eine automatische Konvertierung der Zirkulationsregulierventile in das neue Format. Ab sofort stehen folgende Armaturen zur Verfügung:

              Festwiderstand (z.B. Absperrarmatur, Schmutzfänger, Filter, etc.)

              Manuelle Drosselarmatur (Strangregulierventil)

              Automatische Drosselarmatur (Thermostatisches Strangregulierventil)

              Rückflussverhinderer inkl. KFR-Ventilen und Sicherheitsgruppen

              Rohrtrenner, Systemtrenner, Rohrunterbrecher

              Druckminderer

              Mess- und Zähleinrichtungen.

Die Trinkwasserarmaturen können genau wie die Heizungsarmaturen über den Armaturendialog ausgewählt werden. Für folgende Hersteller stehen bereits überarbeitete und getestete Datensätze zur Verfügung:

             Viega

             Honeywell

             Danfoss

             ABA Beul

              GF JRG

              Oventrop

              IMI Hydronic Heimeier

              Meibes Rossweiner (VDI 3805 Blatt 2; Blatt 17 folgt).

Raumbuch in Anlehnung VDI/DVGW 6023

Gemäß VDI/DVGW 6023 gehört ein abgestimmtes und detailliertes Raumbuch zur Grundlage der Gebäudeplanung. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, gibt es nun die Möglichkeit, Räume innerhalb des Projektes zu definieren und die Ergebnisse raumweise auszugeben. Hier können nun die Bauteile den Räumen zugeordnet werden. Folgende Kategorien stehen im Raumbuch zur Beschreibung bereit:

              Art der Benutzung / Häufigkeit

              Schutz des Trinkwassers nach DIN EN 1717 / DIN 1988-100

              Instandhaltung

              Qualifikation des Betreibers

              Bemerkungen

 

Kühlkonvektor-Auslegung

In der Version 17 finden Sie die neue Kühlkonvektor-Auslegung. Analog zur Heizkörperauslegung können Sie jetzt auch Kühlkonvektoren auslegen. Unter Berücksichtigung des max. zulässigen Schallpegels werden die Gebläsestufen automatisch gewählt. Als erster Hersteller steht Arbonia mit seinen Unterflurkonvektoren zur Verfügung. Herstellerneutrale Konvektoren sind ebenfalls auswählbar.

Berechnung der feuchten Kühllast für Räume mit erhöhtem Komfortanspruch

Besonders in Räumen mit erhöhtem Komfortanspruch (Konferenzräume, Museen, Krankenhäuser, etc.) ist neben der trockenen Kühllast auch die feuchte Kühllast, also die Feuchtebilanz relevant. Mit der Version 17 können Sie die Feuchtebilanz aktivieren, um im Anschluss an die trockene Kühllast auch die Wasserdampfbilanz im Raum/Gebäude zu betrachten. Dabei geben Sie (zusammen mit den Soll-Temperaturen) ein Behaglichkeitsfeld bezüglich der maximalen bzw. minimalen Feuchtigkeit vor (relativ und absolut). Innerhalb der Berechnung werden diese definierten Feuchtigkeitsgrenzen des Behaglichkeitsfelds berücksichtigt. Dies hat direkten Einfluss auf die Dimensionierung des Klimagerätes. Die Grenzen des Behaglichkeitsfelds und die Ergebnisse werden mithilfe eines h/x-Diagramms dargestellt, welches den Zustand der Raum- und Außenluft im 24-h-Tagesgang simuliert. Die Feuchtebilanz gibt an, wieviel Feuchtigkeit über den Tagesverlauf ab- bzw. zugeführt werden muss. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Lastverlauf, die Ergebnisse der trockenen, feuchten und gesamten Kühllast im Tagesgang, in einem Diagramm darzustellen.

Wohnungslüftung

Die liNear Building Ventilation wurde ganzheitlich erneuert. In der neuen Version wurden die zuvor zusammenhängenden Bereiche des Lüftungskonzepts und der Anlagenauslegung getrennt. Dieses Prinzip ist bereits von der Heizlast und der dazugehörigen Heizkörperauslegung bekannt. Im neuen Bereich Lüftungskonzept können in gewohnter Weise die Projektdaten und Nutzungseinheiten definiert werden. Im Bereich Wohnungslüftung befindet sich eine detaillierte Auflistung aller Räume sowie dem darauf basierenden Luftmengenplan. Die Volumenströme werden hier aus dem Lüftungskonzept übernommen. Alternativ können auch manuell Volumenströme angegeben werden. Im Luftmengenplan werden durch einen Klick auf eines der Lüftungssystembauteile die Materialien und Bauteile angezeigt. Außerdem ist es möglich die Stranglängen und Anzahl an Bögen direkt im Luftmengenplan zu konfigurieren.

In der Version 17 wurde das Sortiment von Viessmann umfangreich erweitert und mit Kermi und Wolf stehen zwei weitere Hersteller von Wohnungslüftungsanlagen zur Auswahl. Die Datensätze sind in Verbindung mit der Software so konzipiert, dass mit wenigen Eingaben und minimalem Aufwand neben dem rechnerischen Nachweis der DIN 1946-6 auch eine detaillierte Stückliste der jeweils benötigten Bauteile automatisch generiert wird.

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Als erster Hersteller sind Danfoss Wohnungs- und dezentrale Frischwasserstationen sowohl in der Heizungs- als auch in der Trinkwasserrohrnetzberechnung integriert.
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Erweitertet um Differenzdruckregler mit Durchflussbegrenzung und Thermostatventile mit Differenzdruckregler/Durchflussregler stehen alle praxisrelevanten Armaturentypen des VDI 3805 Blatt 2 zur Verfügung.