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Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – Status Quo

Die Novellierung der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 bewegt viele Planer, weshalb liNear dieses Thema auf der Roadshow im November 2018 als Schwerpunkt vorgestellt hat. In diesem Artikel werden die Änderungen zur aktuellen Heizlast­berechnung vorgestellt und aufgezeigt, was sich zukünftig für Sie ändert. Die neue Heizlastberechnung kann erst mit dem Erscheinen der nationalen Ergänzung DIN SPEC 12831-1 (frühestens ab Sommer 2019) angewendet werden. Die Programmänderung erhalten liNear-Kunden wie gewohnt im Rahmen der Softwarepflege kostenlos.

Normenstatus
Im September 2017 ist die Normenreihe DIN EN 12831 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast“ novelliert worden. In diesem Zuge ist die Berechnung der Heizlast für Trinkwassererwärmungsanlagen in die Normenreihe integriert worden. Die DIN EN 12831 regelt in Teil 1 die Berechnung der Raumheizlast. In Teil 3 wird die Bedarfsbestimmung von Trinkwassererwärmungsanlagen und deren Heizlast beschrieben. Teil 1 ersetzt die DIN EN 12831 aus dem Jahr 2003 und Teil 3 ersetzt die DIN EN 15316-3-1 von 2007. Wie die alte Norm, kann auch die Berechnung der Raumheizlast nach DIN EN 12831-1 nicht ohne nationale Ergänzung erfolgen. Im Oktober 2018 ist daraufhin der Entwurf der nationalen Ergänzung als DIN SPEC 12831-1 erschienen. Die DIN SPEC ­12831-1 soll die Beiblätter der alten Heizlastberechnung ersetzten. In einer Pressemitteilung vom November 2017 des DIN1 empfiehlt der Normenausschuss bis zum Erscheinen der finalen Fassung der DIN SPEC 12831-1 die verfügbaren Beiblätter mit Bezug auf die DIN EN 12831-2003 weiterhin zu nutzen. Die Einspruchsfrist für die DIN SPEC 12831-1 endete im Januar 2019, sodass mit einem Erscheinen der finalen Fassung nicht vor dem Sommer zu rechnen ist. 

Mit anderen Worten bedeutet dies, dass die neue Heizlastnorm frühestens ab Sommer 2019 zum Einsatz kommt und man bis dahin nach den bestehenden Verfahren rechnen sollte.

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